Künstlergruppe

Hamburg  -  Bremen  -  Hannover




beschreibt den Lebens- und Arbeitsstandort der Mitglieder dieser Künstlergruppe. Unser künstlerisches Engagement ist geprägt von der subkulturellen Vielfalt aus den drei pulsierenden Hauptstädten im Norden Deutschlands. Wir haben uns zusammen geschlossen, weil wir uns ergänzen.
Wir arbeiten gegenstandslos, experimentel und sind in vielerlei Hinsicht offen für neue Wege in der Erarbeitung von unseren Kunstwerken. Unser Schwerpunkt ist die Malerei, die auch in Verbindung mit Objekten in den Raum gestellt werden kann.
Künstlergruppe bedeutet für uns: wir haben einen ähnlichen Ansatz in der Auseinandersetzung mit der Kunst, wir arbeiten alleine und gelegentlich 
auch zusammen, wir sprechen gemeinsam über unsere Kunst und wir stellen zusammen aus. Jeder von uns hat neben seinem eigenen Weg auch noch die Geschicke der Künstlergruppe in der Hand.
Wir wollen mit unseren Ideen ein Zeichen in unsere Zeit setzen.
Iris Albrecht     Ute Seifert     Ulrich Barth
Lichtobjekt rot-rosa Rot geht Zelten und Blau geht Baden
Lichtobjekt mit monochromer Farbtafel
2007
105 x 61 cm
Stahlrahmen(Wippe) auf Rädern
Rot-Rosa
2010
100 x 130 cm
Eitempera auf Leinwand
Rot geht Zelten und Blau geht Baden
6.7.2011
Öl und Dispersion auf Leinwand
85 x 130 cm
www.iris-albrecht.de www.ute-seifert.de www.ulrichbarth-malerei.de

Mit ihren Arbeiten stellt sich Iris Albrecht als vielseitige, malerisch als auch plastisch, arbeitende Künstlerin vor. Sie liebt das Experiment und sieht ihr gesamtes Forschen in der Malerei als eine gestalterische Herausforderung an. Die Heterogenität ihres Schaffens präsentiert sich in Tafelbildern und Objekten aus vergleichsweise traditionellen Bildmaterialien und -mitteln wie Japanpapier, Pappe, Ölfarbe, Farbpigmente sowie Bienenwachs oder Paraffin.“...
Sie besticht durch eine umfangreiche, aber eigenwillige Farbwahl. Klare Leuchtkraft wird in ihren Arbeiten mit Verdreckung konfrontiert. Farbe wird erst lasierend, dann an mehreren Stellen bis zur Verdunkelung überlagernd aufgetragen. Die vielen Schichten erweisen sich als konfuses Endergebnis mit überdachter Aufteilung. Das, für den Betrachter zu sehende wahrlose Durcheinander bekommt beim längeren Ansehen eine eigene Ordnung. Harmonie überwiegt. Die gesetzten Zeichen wachsen zu einer Einheit, die als Ansammlung das Format beherrschen und mit ihr in Einklang stehen. Die Herausforderung zu malen endet in einer komplexen Bildgestaltung.

Die Bilder sind nicht ausschließlich an Wandflächen gebunden, sie suchen sich ihren Weg in den Raum.
Im Spiel mit den Dimensionen der Zweidimensionalität und der Dreidimensionalität, der Bedeutungs- und Betrachtungsebene sucht Iris Albrecht ein Zusammenwirken von Malerei, Objekt und Raum herzustellen.

Zentral im Schaffen von Ute Seifert steht die Farbe. Sie empfindet sie nicht nur als Colorit, sondern bedient sich der Farbe als Energieträger. Die von ihr gewählt eingesetzten Farbtöne haben ihre Wirkung durch Lasur, Kontrast in Struktur und Farbintensität.
Die oft monochromen Farbtafeln überzeugen durch ihre Größe und ihrer konsequenten Art des gemalten Farbauftrages.
Ein Farbklang, der energetische Impulse auf uns ausströmt oder durch leichten Wandel in Ton und Struktur ein Spannungsfeld aufbaut. Die leise Veränderung erhöht das Interesse des Betrachters und hält ihn am Bild fest. Inhaltlich ordnet sich die Arbeit konzeptionell und stimuliert über das Farb-Erleben auf unterschiedliche Art die Empfindungen.
Die Wahl der klaren Gliederungen und Zuordnungen bedient sich einer minimalen Formalität, eine Reduktion auf Phänomene elementarer Art. 

Ulrich Barth vereinigt in seinen Arbeiten Farbe, Handschrift, Spontaneität und Leichtigkeit. Er sucht in seinen Bildern Formales und Farbliches mit dem gewählten Format in Einklang zu bringen. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit in seiner Bewegung wird der Farbauftrag mit bewusst gewählten Farbtönen auf die mit Nesseltuch bespannten Keilrahmen gesetzt. Hierbei fließen seine Handschrift und die momentane Spontaneität in das Werk mit ein. Durch eine weiße Dispersionsfarbe, die er auch als Grundierung benutzt, bekommen seine Bilder diese beeindruckende Leichtigkeit. Oft liegen Trocknungszeiten zwischen den Malvorgängen. Die vielen Schichten sind nicht mehr unmittelbar nachvollziehbar, weil sie sich bei den Malprozessen überlagern oder abstoßen, durch Öl und Wasserfarben nass in nass miteinander verrührt. Das Bild scheint in einen Gus entstanden zu sein. Die Titel der Arbeiten sind der Malerei meist auf ironische Weise angehängt, deuten kurz Zustände oder Vorgehensweisen an. Es entstehen gelegentlich kleine Geschichten, in denen die Farbe als Subjekt auftritt und Inhalte vermittelt. Alles ist in dem gegenstandslosen Bild ablesbar. Die Betrachtung endet mit dem Wort: Stimmt!

Rot ist agil und Gelb bewegt die Welt
Rot ist agil und Gelb bewegt die Welt
10.5.2010
85 x 110 cm